Kauf eines neuen NAS. Nur welcher?

  • Hallo zusammen,


    momentan besitze ich 2x QNAP NAS (TS-419P II und TS-421)


    Nun dachte ich, ich möchte mir mal wieder etwas aktuelles anschaffen, evtl schneller, mehr Möglichkeiten, SSD?


    Meine Frage ist nun, welches ihr mir empfehlen würdet? Ich denke auf jeden Fall mind. 4 Slots für die Festplatten und ich habe da auch mit Synology geliebäugelt. Bin da aber auch offen für anderes oder bleib auch gerne bei QNAP.


    Meine Frage dazu wäre jetzt, was könntet ihr mir da empfehlen und sollte ich mir dann auch SSD zulegen oder macht SSD für einen NAS keinen wirklichen Sinn?


    Hauptsächlich werden Daten vom NAS abgerufen (Filme, Bilder, Musik usw. und DB-fähig sollte sie sein (Maria DB) wäre da schön.


    Vielleicht hat der eine oder andere nen guten Kauftipp.

    Vielen Dank und einen schönen Abend.


    LG

    Stefan

  • Soll auf dem NAS evtl. ein Emby-Server laufen, empfiehlt es sich ein Modell mit Intel QuickSync Funktionalität zu wählen.

    HDD und SSD 2.5" sollten alle aktuellen Modelle können, anders sieht es mit M.2 SSDs aus, letztere ist allerdings eher zu vernachlässigen.

    Interessant ist, welche Netzwerk-Schnittstellen zur Verfügung stehen, bzw. ob ggf. per Modul ein Upgrade durchgeführt werden kann.

    CPU-Performance wird dann erheblich, wenn zusätzlich Anwendungen/Docker/DB-Server usw. und/oder virtuelle Maschinen auf dem NAS laufen sollen. In diesem Zusammenhang sollte auch min. 8GB> Systemspeicher zur Verfügung stehen.

    Ich nutze Synology NAS-Systeme, ein 920+ 20GB-RAM mit Intel-CPU und QuickSync (Emby-Server), und ein 923+ 16GB-RAM mit zusätzlicher 10GB LAN-Schnittstelle. In beiden NAS sind HDD, SSD 2.5" und M.2 SSD verbaut.

    Synology habe ich gewählt, weil mir das sehr umfangreiche Angebot der Apps wichtig war, insbesondere der Synology-Apps, das 920er NAS wegen der Intel-CPU.

    Wie immer ist das Ganze natürlich auch eine Budget-Frage, mit Synology und QNAP wird man nichts falsch machen, abhängig von den gestellten Anforderungen. Auswahl siehe "hier"...

  • sCorporation Was ist denn Deine Backupstrategie ? Komplettback aller daten zwischen beiden NAS oder andere externe USB disks ?

    Das ist wichtig um zu verstehen, wieviel Redundanz Du im NAS selbst brauchst. Mit vernuenftigem Backup braucht man nicht so dringend die interne redundanz gegen Plattenausfall, wie sie RAID5 bietet. Und wenn man die redundanz braucht dann kriegt man mit derselben Menge platten mehr Redundanz via UnRaid oder OMV/SnapRaid als von den kommerziellen NAS Loesungen.

    Aka: Ich wuerde immer empfehlen, kein fertiges NAS zu kaufen, weil man damit zuviel Kontrolle aus der Hand gibt. Proprietaeres OS und Filesystem.

    Aber im Umkehrschluss heisst das halt auch die HW fuer NAS selbst aus PC Komponenten zusammenzubasteln. Oder halt einen kleinen Server von HP/Dell oder so zu kaufen.

  • Mir wäre evtl. noch wichtig zu wissen, ob es mit dem DS923+ möglich wäre, zum Beispiel für einen internes Netzwerk und evtl. einen Spieler extern zum Beispiel einen Farming Simulator Server auf dem Synology aufzubauen? Wäre jetzt kein Muss, aber der Synology sieht schon sehr interessant aus auch wenn selber bauen wahrscheinlich besser und günstiger wäre. Dafür habe ich aber einfach zu wenig know how wenn mal etwas ist und synology gibt es viele Videos, falls man Fragen hat.

  • Mir wäre evtl. noch wichtig zu wissen, ob es mit dem DS923+ möglich wäre, zum Beispiel für einen internes Netzwerk und evtl. einen Spieler extern zum Beispiel einen Farming Simulator Server auf dem Synology aufzubauen? Wäre jetzt kein Muss, aber der Synology sieht schon sehr interessant aus auch wenn selber bauen wahrscheinlich besser und günstiger wäre. Dafür habe ich aber einfach zu wenig know how wenn mal etwas ist und synology gibt es viele Videos, falls man Fragen hat.

    Ein DIY-NAS wird nur dann günstiger, wenn die Komponenten und Software der Wahl auf einem anderen/günstigeren Level sind. Bei Synology z.B. bekommt man fast alles aus einer Hand, inkl. der Anwender-Software, welche ebenfalls fast alles abdeckt, was für Datensicherungen und Anwendungen benötigt wird. Beim DIY-NAS muss alles einzeln angeschafft werden, wie Software und Hardware. Hardware wie Gehäuse, Gehäuselüfter, Mainboard, CPU, CPU-Kühler, Speicher, Netzteil, diverse Kabel, Maus und Tastatur, Software-Lizenzen... Rechnet man das zusammen, auf Mid-Range Basis, dann wird das nicht wirklich günstiger. Abgesehen davon, soll das ganze im Produktiveinsatz auch geschmeidig und zuverlässig laufen. Bei AMD-Systemen fällt mir da spontan die Energierspar-Problematik ein.

    Ich habe mir kürzlich tatsächlich ein DIY-NAS gebaut, allerdings mit Premium-Komponenten, in der Summe bin ich deutlich über den Anschaffungskosten von z.B. einem Synology 923+, und das ohne die Kosten für die Software...

    Bezüglich dem "Farming Simulator Server", auf geeigneten NAS-Systemen kann man auch virtuelle Maschinen installieren. Die Frage ist, wie viel Performance benötigt das NAS, damit die gewünschte Anwendung benutzerfreundlich läuft...

  • Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung. Ich besitze Qnap und Synology NASen und kann daher beide gut vergleichen. Ich finde die Benutzeroberfläche von Synology einfach nur grottig im vergleich zu Qnap. Es fehlen mir so einige wichtige Einstellungsmöglichkeiten bei Synology, es wirkt etwas abgespeckt, obwohl ich beim Synology die akteullste Bedieoberfläche am laufen habe, bei den Qnaps nicht die aktuelleste, weil die schon etwas älter sind. Vorteil der weniger umfänglichen Software des Synology: es startet wesentlich schneller als die Qnapsen. (k.A. ob es tatsächlich an der Software liegt, jedenfalls startet das Syno deutlich schneller, obwohl von den HW-Specs ziemlich identisch). Und das mit dem schneller Starten ist auch der einzige positive Aspekt, den ich dem Synology abgewinnen kann. In allen anderen Punkten sind die Qnaps deutlich besser.

    Als reines Datengrab reichen HDDs allemal aus. Ich selber habe sogar nur HDDs mit 5400rpm drinne. Ich verzichte da lieber auf ein bischen Schreibgeschindigkeit und dafür eine längere Lebensdauer der HDDs. Falls du hingegen doch auch was dort betreiben möchtest, wo ein Datenträger quasi im Dauerzustand durchläuft, dann kann eine SSD als Volume 1 durchaus Sinn machen.


    Noch ein Tipp hintendran: nutze dann dein altes NAS als Backup-NAS und vergiss Raid5 und solche Verbunde, damit kann man nämlich keine Backups bewerkstelligen.


    Gruß Gz

    2x Android TV-Box Amlogic t95zPlus +Kodi mit Estuary, 3x Qnap 1x Synology NAS, LG 55" 3D-TV + 40", Surround

  • Für mich ist halt auch wichtig die Transfergeschwindigkeit.

    Momentan ist es so PC1 --> Switch (TL-SG608E) --> Fritbox 7590 AX --> QNAP NAS TS-421 o. QNAP NAS TS-419P II

    Alles ist über CAT7 oder CAT8 Kabel verbunden.

    PCs sind Port 2-4 und Port 1 wäre Verbindung zur Fritzbox (SWITCH)

    Wenn ich als Beispiel einen Film vom PC auf die NAS packen möchte, mache ich das per FTP (Filezilla). Die Datei gestern zum Testen war 40GB. Geschwindigkeit leider aber nur 5 MiB/s - 11 MiB/s

    Ich verstehe nicht so ganz, wo jetzt da der Flaschenhals wäre. Oder spielen dann die Festplatten auch noch mit eine Rolle? Bevor ich mir halt einen neuen NAS kaufe, möchte ich diesen natürlich auch von der Geschwindigkeit so optimal nutzen wie es geht.

  • sCorporation Die Anzeige von der Fritz ist bloss die Konfiguration, das die Ports automatisch bis 1Gbps gehen. Das ist keine Statusanzeige, das z.b. der Port zu den NAS' tatsaechlich auch aktuell 1Gbps haben. Dazu musst Du in den Menupunkt Mesh bei der Fritzbox gehen. Bin ich auch schon mal reingefallen, als ich ein kaputte Verbindung hatte, die nur mit 100Mbps ging (Ader auf Steckverbinder schlecht).

    Im Zweifelsfall einfach mal ein NAS direkt an den switch anschliessen. Wenn das kabeltechnisch schwierig ist, einfach mal brutal den switch und NAS port aus der Fritz rausziehen und die beiden Kabel mit Kupplung verbinden, und dann nochmal Durchsatz messen.

    Ansonsten natuerlich immer mal mit zweiter Methode testen, um Probleme mit ftp auszuschliessen. SMB oder so z.b. vom windows PC aus sollte die beste Geschwindigkeit geben.

  • Preislich und auch von der Bequemlichkeit der Hardware sind NAS natuerlich prima. Muss man mehr reinstecken, wenn man das nachbauen will. Und beim Nachbau gibt man eigentlich immer mehr Geld fuer schnellere CPU aus - was ein Vorteil sein kann, oder halt unnoetig, je nachdem ob man CPU und Speicher fuer VMs will.

    Von der GUI bequemlichkeit sind UnRaid/OMV wahrscheinlich auch nicht schlechter als NAS. Ist alles mit Eingewoehnung verbunden. Wenn man sich schon bei Linux auskennt ist OMV natuerlich am einfachsten, um notfalls probleme auch auf der CLI zu analysieren. Geht aber auch bei den anderen Systemen inklusive NAS. Ich hab z.b. nur mal eine QNAP zum kopieren von Daten unterwegs geholt, und mach da alles ueber die CLI. Faengt aber dann schon damit an, das ich die QNAP standalone betreiben will, also wollte ich da einen WiFi Access Point aufsetzen mit USB WiFi Adapter, und das waere mit einem normalen Linux System viel einfacher gewesen.

    Aka: Kommt am Ende immer drauf an, was man machen will.

  • Wenn ich als Beispiel einen Film vom PC auf die NAS packen möchte, mache ich das per FTP (Filezilla). Die Datei gestern zum Testen war 40GB. Geschwindigkeit leider aber nur 5 MiB/s - 11 MiB/s

    K.A. warum du das so um ständlich machst .. FTP, Filezilla ... ich habe diverse Ordner von den NASen direkt im Arbeitsplatz in Windows intregriert (Netzwerkfreigaben) und kopiere Files vom PC direkt auf's NAS. So kann ich dann ja auch mit Programmen wie z.B. MKVToolNix direkt auf's NAS schreiben. Wer es lieber mit einem Dateimanager machen möchte: Total Commander. Aber sicher nicht per FTP im eigenen LAN.

    Deine 10,9 MiB/s Übertragung sehen mir tatsächlich nach ner 100Mbit/s Verbindung aus. Normal wären 40-120 MiB/s bei einer 1 GiB/s Verbindung. Ich habe auch öfter mal Kontaktporbleme an meinen Switches, dann besteht auch nur noch eine 100Mbit/s Verbindung und entsprechend langsame Übertragung. Deswegen habe ich auch dauerhaft ein Tool hier am laufen, welches mir grafisch den Traffic-Speed an der Netzwerkkarte anzeigt. ;)

    Gruß Gz

    2x Android TV-Box Amlogic t95zPlus +Kodi mit Estuary, 3x Qnap 1x Synology NAS, LG 55" 3D-TV + 40", Surround

  • Deine beiden vorhandenen QNAP sind ja schon älter und haben einfach arg wenig RAM. Meine Erfahrung -> alles unter 2GB Ram ist zum Vergessen auf Dauer. Da sehe ich die Bremse. Zu wenig RAM und FTP ist jetzt nicht gerade das Protokoll schlechthin für performante Datenübertragung ;)

    Jede halbwegs anständige Festplatte packt GBit LAN und sollte somit keine Bremse für dich sein - SSDs im NAS macht nur Sinn für Dienste wie NextCloud o.Ä. wenn man diese auf dem NAS laufen lassen will.

    Zum Thema:

    Ob man QNAP oder Syno nimmt ist geschmackssache. Ich bin nach Jahren weg von QNAP und setze nur noch Synos ein (geschäftlich), da mir die QNAP Oberfläche zu überladen, zu viel Consume Spielzeug wurde. Syno ist da deutlich entschlackter, wirkt in vielen Bereichen professioneller. Auch was die Firmware angeht hab ich mit Syno gegenüber QNAP mehr stabilität erfahren.

    Fehlen tut mir im Gegensatz zu einem QNAP nichts, wüsste nich in was die 2 sich nachstehen. Syno und QNAP sind defintiv auf dem gleichen Level.

    Empfehlen würde ich ein DS423+ , das kann 4x HDDs und hat 2x m.2 für NVME SSDs wenn man performance braucht.

    Alernativ ein Eigenbau mit OMV - dafür muss man aber basteln wollen und etwas spaß am Linux lernen haben :)

    das Einzige was am Ende zählt ist
    dass ihr lebt was ihr liebt und liebt wofür ihr lebt


    Kodi HTPC - W11 | AMD Athlon 3000G | Pioneer A 504R Bj. 96
    OMV NAS - NAS | Emby Server | LogitechMediaServer
    3x Logitech SqueezeBox & 3x RasPi PiCorePlayer
    Loxone SmartHome

  • K.A. warum du das so um ständlich machst .. FTP, Filezilla ... ich habe diverse Ordner von den NASen direkt im Arbeitsplatz in Windows intregriert (Netzwerkfreigaben) und kopiere Files vom PC direkt auf's NAS. So kann ich dann ja auch mit Programmen wie z.B. MKVToolNix direkt auf's NAS schreiben. Wer es lieber mit einem Dateimanager machen möchte: Total Commander. Aber sicher nicht per FTP im eigenen LAN.

    Deine 10,9 MiB/s Übertragung sehen mir tatsächlich nach ner 100Mbit/s Verbindung aus. Normal wären 40-120 MiB/s bei einer 1 GiB/s Verbindung. Ich habe auch öfter mal Kontaktporbleme an meinen Switches, dann besteht auch nur noch eine 100Mbit/s Verbindung und entsprechend langsame Übertragung. Deswegen habe ich auch dauerhaft ein Tool hier am laufen, welches mir grafisch den Traffic-Speed an der Netzwerkkarte anzeigt. ;)

    Gruß Gz


    naja leider sehe ich nur die Einstellungen der jeweiligen Hardware. Könntest du mir bitte das Tool für deine Netzwerküberwachung nennen?

  • sCorporation Wie oben empfohlen, guck in die Mesh Einstellung der Fritz nach, ob der Port zum NAS wirklich auf 1 Gbps steht.

    Das sieht man doch schon oben in #9, ist alles auf 1Gb gestellt. Und die MESH-Anzeige bringt insofern nicht viel, wenn da Switches zwischenhängen.


    Gruß Gz

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  • Das sieht man doch schon oben in #9, ist alles auf 1Gb gestellt. Und die MESH-Anzeige bringt insofern nicht viel, wenn da Switches zwischenhängen.


    Gruß Gz

    Hab ich doch erklaert. Die Einstellung in #9 zeigt nur, das die Ports bis auf 1 Gbps konfiguriert sind. Sie sagt nicht, ob die Ports aktuell auf 1 Gbps stehen. Ist eine der Fritz GUI Features die viele verwirrt.

    Und wenn die Netzinfo korrekt ist, dann zeigt das Bild vom switch ja, das die Ports vom PC zun Switch und vom Switch zur Fritz beide aktuell mit 1 Gbps laufen. Bleibt also der Link Fritz zur NAS. Kann man sicher auch irgendwie auf dem NAS sehen, ob der auf 1 Gbps aktuell steht, aber bevor ich die QUI dafuer rauskrame...

  • Hab ich doch erklaert. Die Einstellung in #9 zeigt nur, das die Ports bis auf 1 Gbps konfiguriert sind. Sie sagt nicht, ob die Ports aktuell auf 1 Gbps stehen.

    Was willst du uns hier erzählen? Wenn ich den PowerMode mit 1GB aktiviere, stehen die Ports selbstverständlich auf 1GB. Der Client muss das natürlich auch unterstützen. Bei der MESH-Grafik kannst halt nachschauen, ob das der Fall ist. Hast du aber folgende Konfiguration im LAN: Fritte (1GB) -> Switch (1GB) -> NAS (100Mb) dann zeigt dir die MASH-Grafik trotzdem 1GB-Verbindung an, obwohl halt nur mit max. 100Mb übtragen wird/werden kann. Bringt also nix die MESH-Grafik in der Hinsicht.


    Gruß Gz

    2x Android TV-Box Amlogic t95zPlus +Kodi mit Estuary, 3x Qnap 1x Synology NAS, LG 55" 3D-TV + 40", Surround

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