(Kauf)empfehlung: Backup für NAS (QNAP TS-453D)

  • Hallo,

    ich suche nach einer (Kauf)empfehlung um eine QNAP TS-453D gut, günstig und möglichst flott zu sichern.

    Externe Platte? Anderes NAS? Bastellösung?

    Könnt ihr etwas empfehlen?

    Die Daten sind geschäftlicher Natur, also wäre schon schön wenn die dann im Falle eines Backupzugriffs auch noch verfügbar wären.

    Vielen Dank!


    Fakten:

    QNAP TS-453D-4G mit 3x8 TB (Raid 5)

    Datenblatt: https://www.qnap.com/de-de/product/…/TS-453D-4G.pdf

    USB 2.0 Port: 3x

    USB 3.2 Gen 1 Port: 2x

    2,5 Gigabit Ethernet Port (2,5G/1G/100M): 2x

  • Die Backuphardware sollte so weit weg wie moeglich von dem QNAP stehen um gleichzeitige Ausfaelle zu minimieren. Mitarbeiterfasching bei dem der Rechnerraum demoliert wird. Oder auch mal gerne die Feuerwehr beim Fehlalarm der Klimaanlage. Haustiere. etc. pp.

    Von daher kommste IMHO um ein zweites Rechnersystem nicht herum, aka: USB-Platte reicht nicht, so exoten wie USB ueber IP verlaengern halte ich fuer zu krank.

    Wenn Ihr da eh schon QNAP Benutzer seid wuerde ich mal gucken, was die koennen, wenn ihr ein zweites QNAP kauft und das dementsprechend entfernt aufstellt. Evtl. brauchts dafuer ja auch eine VPN Loesung oder so.

    Nachdem euer QNAP ja wohl noch einen freien Slot hat istja wohl bei so einer Erweiterung die Maximalkapazitaet 3x8 = 24, also wuerde ich da wnn es um Kostenersparnis geht ein zweites NAS nehmen, evtl. Modell mit nur einem Slot , 24 TB Platte rein, und dann gucken was man da fuer inkrementelle backupsoftware zum laufen bringen kann. Und wenn die Mitarbeiter nicht dauernd online restauration machen koennen sollen, kann man die backupkiste auch per schedule immer nur dann anschmeissen, wenn sie backup machen soll - aka: online backup vs. desaster backup.

    Als Anfang kann man evtl ja auch die 24TB einfach in das existierende NAS reinstecken und gucken, ob/wie man da so eine inkrementelle backupsoftware zum laufen bringen kann. Das waere dann aber nur fuer die Benutzerbequamlichkeit, restaurieren zu koennen. Hilft nix gegen Hardwareausfaelle des NAS (durch externe Ereignisse wie oben angedeutet).

  • Bzgl. sehr wichtiger geschäftliche Daten, möchte ich nicht antworten. Das muss man meines Erachtens professioneller angehen, als durch Nachfrage in Forum.

    Von der Fragestellung ist mir nicht ganz klar, ob es um eine HW-Empfehlung gehen soll oder um Beratung zu einem kompletten Backup-Konzept. Auch ob es so günstig wie möglich werden soll, oder was hoch-automatisierbares ggf. teuers. Komnzept inkl. AUtomatisierung kann leicht komplex werden, je nach dem wie dynamisch die Daten sind.

    Bei RAID 5 mit 3*8 TB hast du 16 TB Netto. Da würde ich vielleicht zwei externe 18 TB Platten nehmen. Auf den beiden Platten könnte man komplettes Backup 1:1 überspielen. Z.B. eine Platte täglich Backup, die andere wöchentlich (falls man was an den Daten kaputt gemacht hat, das man nicht gleich merkt). Aber man kann das, natürlich viel komplizierter (und sicherer) machen, mit inkrementellen Backups, entsprechender SW, ...

    Für meine Mediensammlung (das weitaus größte Backup-Volumen bei mir) benötige ich keine 2 Backup-Generationen. Die Platten suche ich mir einfach im Preisvergleich raus - z.B. für 16 TB+ Festplatten & SSDs Extern mit Formfaktor: 3.5", Kapazität ab 16TB heise online Preisvergleich Deutschland

    Sind letzte Zeit im Preis leider eher gestiegen. Mit Geduld und Preiswecker gibt es schnon noch Schnäppchen. Aber bei geschäftlichen Daten, sollte das nicht das wichtigste Kriterium sein.

    Kodi 20.5, 17.6, 20.5, 16, 20.5 on Windows 11 Pro, Android 6, Android 12, FireTV Box 2nd Gen, FireTV 4k Max 2nd Gen
    Media on NAS, OpenMediaVault 6 (Debian Linux).

  • Einfachste 2 Varianten:

    • USB Festplatten die du im Wechsel anschließt und automatisch Backup erstellen lässt
    • Cloud Backup - Vorteil: Kann man nicht vergessen zu wechseln, ist extern gelagert

    Alternative: 2. NAS für die direkt Sicherung + 2-3 externe USB Festplatten im Wechsel.

    Immer mehrere Medien fürs Backup nehmen.

    Einfachste Weg ist das HBS 3 Backup von QNAP zu nutzen.

    das Einzige was am Ende zählt ist
    dass ihr lebt was ihr liebt und liebt wofür ihr lebt


    Kodi HTPC - W11 | AMD Athlon 3000G | Pioneer A 504R Bj. 96
    OMV NAS - NAS | Emby Server | LogitechMediaServer
    3x Logitech SqueezeBox & 3x RasPi PiCorePlayer
    Loxone SmartHome

  • Das mit dem durchzyklen von mehreren Backupplatten ist halt schwierig zu automatisieren. Und wenn man immer Backup zur Verfuegung haben will damit Benutzer sich ohne Admin Zutun Daten restaurieren koennen wird das noch schwieriger, odr ?

  • Das einzig "schwierige" zu automatisieren ist das simple wechseln der USB Festplatte. Der Rest ist Standard Anwendung. Mehrere Backupmedien sind pflicht.

    Und wenn du den Fall hast das du das Backup brauchst brauchst du eh deinen Admin. Das sollte niemals ein Benutzer machen können und dürfen. Wäre ja fatal... Thema Backup - wenn es um das simple - ups ich hab ne Datei gelöscht oder - gestern war die Datei doch noch da - geht dann sind Snapshots / Volumenschattenkopie das Thema. Das stellt dir aber das OS / Filesystem vom NAS dar und hat erstmal nichts mit dem Thema Backup zu tun.

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  • noob_at_pc ok. Du meinst also die Snapshots sind nicht nur auf dem Backup, sondern auf dem primaeren NAS. Klar, kann man so machen, aber es ist nicht gesagt, das die Kapazitaet des NAS dafuer ausgelegt ist. Aber klar, man koennte den freien Slot im primaeren NAS nehmen um eine zusaetzliche Platte einzubauen, die dann Kapazitaet fuer snapshots bietet. Und dann ja wohl 3 x 24 TB Platten fuer Komplettbackups inklusive snapshots, und die im Notfall mit getimten smart-plugs anschalten ?

    So ungefaehr ?

  • So Dateisnapshots die vom Dateisystem dargestellt werden gehören mit aufs NAS, wo sonst. Das gehört zum Bestandteil des OS und sollte auch mehrer Versionen bieten und nicht so viel Speicher fressen, natürlich immer Abhängig von den Daten und Änderungshäufigkeiten. Ca. 20% dafür vom Storage einplanen und das passt schonmal grob.

    So sagt auch QNAP Selbst: https://www.qnap.com/de-de/software/snapshots

    Im Windows Bereich schimpft sich das einfach "Vorgängerversionen" bzw "Volumenschattenkopie".

    Backup ist was anderes.

    er hat doch nur 2x8 TB für reine Datenmenge zu verfügung. Je nach Auslastung davon sollte ja also eine simple 16TB USB HDD schon ausreichen, besser eine 18TB genommen und gut. Mit nem halbwegs intelligenten Backup Plan kommt man da ne Zeit lang aus und guter Komprimierung. Aber klar immer Abhängig von der Aulastung und den Ansprüchen die man stellt, sowie Geldbeutel.

    Die externe Platte wird wöchentlich von einem Beauftragten getautscht gegen eine andere und dann möglichst extern gelagert und gut ist. Keine Smart Plugs oder sonst was. Geht hier schließlich um ein Geschäft und kein Hobby Projekt ;)

    Daher nur so die groben Eckdaten von mir zu dem Thema, den Rest muss mMn der Threadersteller selbst entscheiden / hinbekommen wie groß was sein muss oder sich auch professionelle Hilfe suchen. Hier geht es um Geschäftsdaten und somit auch Verantwortung die man bei so etwas übernimmt, ob man will oder nicht.

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  • Passt schon. Ich haette halt snapshots schon als Teil des kompletten Backupkonzepts bezeichnet, aber das ist nur terminologie. Aka: Wenn die da jetzt noch keine Snapshots machen waere ja wohl die Empfehlung auf jeden Fall Snapshots zu aktivieren und halt entsprechend zu gucken, das die HDD Kapazitaet dafuer da ist.

    Das mit dem woechentlichen Mitarbeiter Run erlaubt , die Backupplatten feuersicher zu lagern, wenn nicht angeschlossen. Das ist sicher gut. Allerdings, wenn da waehrend des Backups sowohl NAS als auch Backup USB Platte abrauchen, weil da z.b. da mal kurz Ueberspannung durchschlaegt, dann hat man komplett die Arbeit der letzten Woche verloren. Da muss man halt wissen,ob das akzeptabel ist. Von daher halt die Ueberlegung, das Backup lieber an einem anderen Standort liegen zu haben als direkt per USB. Auf jeden Fall bei der Stromversorgung gucken, ob/wie man sicherstellt das die nix kaputtmachen kann.

  • Ja klar, das ist eig nur Begriffsbullshitbingo. Aus nem Snapshot kann ich wiederum auch ein backup erstellen. Aber ich behandle das lieber als 2 voneinander getrennte System / Anwendungen. Aber in größeren Umgebungen macht das schon sinn aus den Snapshots die Backups zu schreiben usw. Da geht's ja dann im Performance und Backups die mehrfach täglich bishin zu kontinuierlich laufen

    Klar das mit den Thema Abrauchen ist ein Punkt, haste aber bei nem 2. NAS genauso :) daher mehrerr Medien + NAS ist das Beste. Immer die Abwägung von was will ich ausgeben und wie wichtig ist mir was. Bei meinen Geschäftskunden setze ich es immer so um - NAS fürs Backup und USB Medien für die externe Lagerung. Cloud ist auch eine gern gewählte Variante zum extern lagern. Füü Geschäftskunden gibts da dann nette Features wie - hey deine IT ist tot? Dein Firmengebäude abgesoffen? Kein Problem, in 5 Minuten laufen alle Server aus dem Backup in der Cloud und du bekommst zugriff über bspw. VPN oder so [ay]

    Lieber eine Woche nacharbeiten als garnix haben ;)

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  • Wenn man richtig paranoid sein will, dann hat man wahrscheinlich probleme eine passende Loesung zu finden. Ich z.b. haette gerne eine zweigeteilte Backup softwareloesung:

    Die Backupsoftware auf dem Primaersystem hat nur die Moeglichkeit, neue Daten auf das Backup zu schreiben und die alten Daten zu lesen. Aber keine alten Daten loeschen. Auf dem Backupsystem muss es dann eine separate Software geben, die alte Daten loescht wenn die Platte ueberlauft. Und eben soviel Platz auf dem Backup, das alte Daten fruehestens eine Woche nach dem schreiben neuer Daten geloescht werden muessen. Verbunden damit auch eine Limitierung der neuen Daten die geschrieben werden koennen auf e.g.: 10% pro Tag oder so.

    Warum der Aufwand ? Naja. Wenn da ein Verschluesselungstrojaner auf einem Client des primaersystems auftaucht, und im schlimmsten Fall auch auf dem NAS, dann ist das AFAIK die einzige Moeglichkeit Backup zu schuetzen, ohne Verluste zu vermeiden. Klar, gibt ohne diese Komplexitaet den 1 woche alten Backup, aber die letzte woche ist halt verloren, wenn auf einmal auf dem NAS alle Daten verschluesselt worden sind.

  • 1 woche Datenverlust ist halt inakzeptabel sobald da Kundendaten betroffen waeren. Selbst sowas "einfaches" wie ein PDF mit einem Vertrag. Gar nicht zu sprechen von NFT oder Zertifikaten. Und das ist dann halt schwierig. Da sind Cloud-Loesungen sicherlich der einfachste einstiegspunkt. Aber letztendlich muss man halt mit oder ohne Cloud eine Liste der Anforderungen und Fehlerszenarien ausarbeiten und dann gucken wie man jeweils dagegen geschuetzt ist.

  • genau so sieht es aus!

    @all: Es ging hier eigentlich auch nicht um eine Grundsatzdiskussion zu Backups oder wer vor Ort welche Aufgaben übernimmt. Alles gut und alles geregelt. Wir sprechen hier jetzt auch nicht von einem Großkonzern.

    Ich hatte mir jetzt eigentlich nur ganz platt Empfehlungen für USB-Festplatten oder (unkonventionelle) Alternativen vorgestellt womit jemand bereits Erfahrungen gemacht hat.

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