3D Drucker Besitzer hier?

  • Hi,

    Da wir hier wahrscheinlich alle ein wenig Technikverrückt sind und auf Gadgets stehen passt das Thema eigentlich ganz gut in diesen Forenbereich.

    Ich habe mir vor einigen Monaten einen Bausatz gekauft und in der Zwischenzeit einige kleinere Sachen gedruckt (z.B. das Gehäuse für meinen Raspberry Pi mit Openelec). Falls hier Interesse besteht kann ich gerne ein bisschen mehr schreiben.

    Vielleicht gibts hier noch jemanden mit Druckerfahrung und man kann hier einen kleinen Erfahrungsaustausch starten?

  • Hi,

    Gut, dann will ich mal meine Erfahrungen berichten:
    Hab ziemlich lange herumüberlegt, welcher Bausatz es werden soll. Gibt da ja doch ziemlich viele Anbieter und die unterscheiden sich preislich auch stark.
    Ein Bausatz sollte es auf jeden Fall werden, damit ich bei Problemen selber weiss an welcher Schraube ich drehen kann/muss. Teilweise ist es auch schwierig die Drucker mal aufgebaut in Funktion zu sehen, Ich war u.A. im Conrad und wollte mir deren Drucker (Vellemann) anschauen, aber kompetente Ansprechpartner waren da Fehlanzeige. Mittlerweile gibts sogar in meinem MediaMarkt einen 3D-Drucker (Fabbster), aber ich habe das Ding noch nie in Betrieb erlebt.
    Letztendlich war ich letzten Herbst auf einer Modellbaumesse und dort waren sogar 2 3D-Drucker-Hersteller vertreten. Da konnte ich endlich mal verschiedene Systeme in Aktion sehen und einige Fragen loswerden.
    Dort habe ich mich dann für einen Multec Multirap entschieden.

    Eines sollte man direkt erwähnen: Der Aufbau ist nicht in 2 Stunden erledigt, sondern beansprucht seine Zeit. Vor allem, weil man alles möglichst genau ausrichten sollte um später gute Druckergebnisse zu erzielen. Gut gefällt mir, dass der Aufbau sehr stabil ist, gute Führungen verbaut sind und es eine Art Baukasten ist (Zusätzliche Komponenten (z.B. Heizbett) können nachgerüstet werden). Weniger gut gefällt mir, dass die ursprünglich mitgelieferte Software (Skeinforge, Printrun) umständlich war. Mittlerweile gibts da aber eine neue, einfachere Software (Repetier-host).

    Zum Drucken selber: Man darf nicht erwarten, dass man mit geringem Zeitaufwand super Bauteile drucken kann. Man muss sich Zeit nehmen und sich mit der Materie beschäftigen. Generell ist es aber so: Gute Qualität mit schönen Oberflächen bedeutet längere Druckzeiten, für Funktionsteile, bei denen es nicht auf die Optik ankommt kann man schnellere Druckeinstellungen verwenden.
    Die am meisten verbreiteten Druckmaterialien sind ABS und PLA. Ich selber drucke aber nur PLA. ABS habe ich einmal ausprobiert, aber das stinkt beim Drucken leider ziemlich und kommt für mich daher nicht in Frage.

    Wenn ich dazu komme mache ich mal ein paar Fotos.

    @Skelzard: Klar, warum nicht? Wenn du das Gehäuse nicht sofort brauchst. Hast du ein Modell?

  • dark:

    Habe mir mal die HP von Multec angesehen und muss sagen schaut ganz insteressant aus. Wie sieht es eigentlich aus mit den Verbraucherrechtlichen und kosten? Was würde ein z.b. Gehäuse für ein Pi kosten an Materialkosten? Mir geht es darum ob es sich überhaupt auszahlt sich so was zu Kaufen. Und mit welcher Software machst du dir die Modelle? AutoCAD! Mit welchen OS kann man den Drucker betreiben?
    Sind einige Fragen hoffe ich nerve dich nicht zu viel :D

    HTPC: MLD 5.4 64Bit | ASRock Q1900M | 4GB Ram | DigitalDevices DVB-S2 | SSD 64GB | HDD 2,5 500GB | 250GB Backup HDD

  • mafe68:

    Verbraucherrechtlichen?
    Ein Kilo PLA kaufe ich für ca. 23 Euro, so eine Rolle reicht aber ziemlich weit, weil man die meisten Teile nicht massiv drucken muss (Füllgrad ca.30% ist fast gleich stabil wie Füllgrad 100%). Ich schätze so ein Raspberry Gehäuse wiegt vielleicht 50g? Wollte die Woche sowieso nochmal eines drucken, dann kann ich mal nachwiegen.
    Aber da müsste man schon verdammt viel Drucken, bis man seine Investition wieder raushat, so darf man das eigentlich garnicht angehen. Das Schöne an so einem Drucker ist ja, dass man sich genau das Bauen kann, was man gerade braucht (kleines Gehäuse für irgendwas, Modellbau-Ersatzteile, individuelle Sachen z.B. mit einem Namen o.Ä.).

    Modelle erstelle ich mit Autodesk Inventor (Studentenversion), man kann aber jedes beliebige CAD-Programm nehmen. Die Modelle muss man als *.stl exportieren.
    Oft ist es aber garnicht nötig selbst was zu modellieren, weil es schon wirklich viele Vorlagen Online gibt (thingiverse.com). Ich betreibe den Drucker mit meinem Win7-Rechner, inwiefern das mit anderen OS klappt kann ich dir nicht sagen. Gibt jetzt aber sogar ein Set mit Androidtablet zur Steuerung. Würde mich auch reizen, aber eigentlich wollte ich jetzt als nächstes erstmal meinen Pi durch einen richtigen HTPC ersetzen :D

  • dark:
    Mal Danke für deine Antworten! Mich würde das schon auch reizen mir so einen Drucker zu besorgen aber da muss ich mich erst mal richtig auseinander setzen damit. Weil wenn sollte es auch was bringen. Muss mal sehen was es auf dem Sektor OS mit Linux gibt. Auf jeden Fall habe ich schon mal gesehen das der Drucker nicht billig Ware ist sonder auch stabilen Material ist. Werde mich auf der HP mal einlesen um weitere Infos zu bekommen.

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  • Servus,
    wir haben für die Firma einen Bausatz gekauft. Dabei handelt es sich um den:
    http://www.reichelt.de/3D-PRINTER-K82…OW=1&OFFSET=16&


    Auch bekannt als Velleman K8200.

    Der Zusammenbau war ganz OK, wir mussten einige Sachen modifizieren (zB die "Notschalter") etc. Aber sonst hat alles gepasst. Die Anleitung ist sehr gut, viele Bilder und alles schön genau erklärt wie man es machen muss. Die USB-Verbindung vom Arduino zum Laptop/PC hat etwas Spiel, so das mal schnell die Verbindung verloren geht und somit der Druck abbricht. Abhilfe schafft hier einfaches Klebeband o.ä.

    Ansteuern kann man den guten mit der o.g. Repetier-Software. Druckereinstellung etc. werden mitgeliefert bzw. können auch bei Velleman gedownloaded werden.
    Wir kannten uns nicht wirklich mit 3D-Druck aus und waren etwas überfordert mit den ganzen Variablen die man in Repetier einstellen kann, dementsprechend waren die ersten Versuche einfach Scheiße :D Auch das Material verhält sich etwas "seltsam" sag ich mal. Es gibt ja ABS und PLA (also die beiden werden hauptsächlich genutzt). ABS findet bei uns einfach keinen Halt auf der Heizplatte, somit kann nicht gedruckt werden. Da ist PLA wesentlich besser. Aber auch hier gibt es wohl unterschiede. zB haben wir blaues PLA und weißes PLA. Das weiße hält ebenfalls nicht, das blaue aber schon :D Obwohl beides vom gleichen Hersteller kommt. Aber vielleicht haben wir hier noch nicht den "Trick" rausgefunden.

    Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto besser werden die Ergebnisse. Man sollte auch nicht davon ausgehen, das man ein 3D-Modell erstellt und das sofot & perfekt ausdrucken kann. Unserer Erfahrung nach, braucht jedes 3D-Modell andere Einstellungen und mehrere Versuche um ein wirklich gutes Druckergebnis zu liefern.


    Der Bausatz dient auch erstmal nur zum spielen und um eben die Technik zu "erforschen". Für den Produktiven Einsatz wollen wir uns einen besseren Drucker zulegen bzw. stehen schon in einigen Kooperationen mit Firmen & Studenten um gleich an die Entwicklung des 3D-Druckers mit angebunden zu werden.

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  • Den K8200 hatte ich wie oben schonmal erwähnt auch auf meiner Liste, bin aber recht schnell davon abgekommen, nachdem ich die ersten Rezensionen und Erfahrungsberichte im Netz gelesen habe. Gibt da ellenlange Threads in einigen Foren. Würdest du den K8200 weiterempfehlen?

    Mit meiner Wahl bin ich soweit voll zufrieden, war zwar deutlich teurer, aber ist in meinen Augen auch die deutlich solidere Lösung (Allein, wenn man sich mal die Führungsschienen anschaut) und bisher hatte ich keine Probleme. Habe mir jetzt zusäztlich das Touch-Upgrade gegönnt. D.h. ich kann meinen Drucker dann auch per Touchscreen ohne zusätzlichen PC betreiben.
    Leider komme ich wegen meinen Prüfungen gerade nicht wirklich zum Drucken, hoffe, dass ich nächste Woche mal ein Raspberry Gehäuse drucken kann, dann mache ich auch mal Fotos.

  • Ob ich ihn empfehlen kann? Ist schwierig zu sagen... Wenn man lust auf Bastelei hat, sicher. Wie du schon sagst (und ich ja auch oben schrieb) muss man einige Dinge verbessern, am Drucker selbst, um vernünftig drucken zu können. Und zum einarbeiten in die Technik sicher nicht verkehrt. Aber wer richtig gute Sachen drucken will, sollte sich da sicher nach einem anderen Modell umschauen.

    Wir haben das Ding ja auch quasi zum Spaß gekauft, weil er eben recht billig war.

    Uns ist es halt wichtig, das wir eine große Druckfläche haben. Wir sind eine Porzellanfabrik und wollen mit dem Drucker unsere Negativ-Modelle erstellen. Unser Hauptziel ist es, früher oder später komplett mit der Porzellanmaße zu drucken und so den Weg der aufwendigen Modellerstellung zu überspringen. Und wir haben viele Artikel im Sortiment die, die üblichen Maße von 30x30 überragen.

    Ich habe auch mal ein Tutorial gefunden, wo ein Bastler sich einen eigenen Drucker baut. Der kann dann schon 60x60x100 drucken. Im großen und ganzen Ist das ja nix anderes als ein Arduino der die Schrittmotoren ansteuert. Wie weit diese Motoren fahren liegt ja an den Führungsschienen.

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  • Habe mir gestern auch mal den Velleman K8200 angesehen und ist auch ein Interessanter Drucker um nicht viel Geld. Habe mir aber auch mal die Beurteilungen im Net durch gelesen und da werden auch einige Mängel aufgezeigt. Was mir bei dem Gerät gefällt ist der Preis und auch die große Druckfläche von 200x200x200mm. Eines ist mir auch klar das da nicht alles zu 100% passt und vieles noch in der Entwicklung ist aber da möchte ich auch selber was Basteln Hauptsache ist das der Grundrahmen stabil ist. Mängel wurden bei der Z Achse und auch bei der Druckfläche aufgezeigt. Das sind aber Sachen die man mit ein wenig Geschick selber machen kann.
    Organic:
    Wäre Interessant wenn du mal nach einem längeren Test einen Bericht schreiben könntest wo auch die Positiven wie auch die Negativen Sachen aufgezeigt werden.

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  • Kann ich gerne mal machen. Bin ab nächster Woche wieder auf Arbeit. Kann aber trotzdem noch ein bissel dauern, da die eigentliche Tagesarbeit Vorrang hat.

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