welchen Raidcontroller für Storageserver

  • mach dich nicht verrückt. Klar ist RAID6 ausfallsicherer als RAID5. Aber meiner Meinung nach macht RAID6 erst ab 6 Festplatten wirklich Sinn. Bei 4 Festplatten würde ich auch immer zu RAID5 greifen.


    Hmm diese Aussage ist zu Pauschal und berücksichtigt nicht die immer größer werdenden Festplatten bei gleichbleibender Fehlerrate 10^14 bei consumer festplatten. Jetzt mag man streiten ob meine 9TB nicht übertrieben sind, da 10^14 bedeuten, dass nach ca. 12TB ein fataler Lesefehler entsteht. Mit 4TB Platten im Raid5 kommt man aber ziemlich schnell an diese Grenze und Richtwerte sind halt auch nur Richtwerte - sie können in der Realität höher, aber halt auch niedriger sein ...
    Ich würde in der heutigen Zeit kein Raid5 mehr betreiben, zumal die Preise für HDDs in den letzten Monaten auch wieder gut Federn gelassen haben! Letztlich bleibt halt die Frage, warum Raid und nicht einzelne Disks? Parität ist nur dann Sinnvoll, wenn diese zum Tragen kommen kann!

    Zum Erweitern eines Raids: Nie machen!


  • Zum Erweitern eines Raids: Nie machen!

    Hast du das nie gemacht oder wieso sollte man es nie machen?

    Also ich will dir ja nicht zu nahe tretten, aber das wird Tag täglich in Deutschland von IT Firmen angewendet.
    Wozu gibt es den Expander usw. Demnach darf man diese auch nicht benutzen weil das Risiko weiter steigt?
    Genauso dürfte man auch nicht weitere Blades Online bringen und sollte den Stecker für alle Server auf einmal betätigen?
    Darf man weitere Netzwerkswitches auch nicht anschließen bzw. erweitern, weil das Risiko von Paketverlusten mit weiteren Gräten im Netzwerk steigt?
    Darf man keine weiteren Straßen bauen, weil die Gefahr steigt, dass irgendwann eine Straße unterspült wird und wieder ausgebessert werden muss?

    Ich könnte noch zig weitere Beispiele bringen, weil dieser quatsch von Warscheinlichkeitsrechungen einfach nur eine Warscheinlichkeitsrechnung ist.
    Sollte es in der Tat mal eintreffen, muss man eben ein neues Laufwerk reinschieben und Rebuilden, wo ist den das Problem?

    P.S. beim berühmten "google RZ Video" sieht man auch wie ein Mitarbeiter zig defekte Laufwerke in die Presse gibt, komisch, dass Google RZ dabei immer noch Online ist und nicht nach jedem HDD-Ausfall neu gestartet werden muss......

    NAS: Gehäuse RACKMAX 4690, Ivy I3-3550, 8GB RAM, Adaptec 5805: Raid 5 @ 7x3TB, Festplatten: 4x Hitachi Ultrastar A7K3000, 3x Seagate 7200.14
    HTPC: Intel I3-2120, 4GB RAM, NV 520, Samsung 830 64GB.
    PC: Intel 2600K @4,7Ghz, 8GB RAM, ATI 5870 Übertaktet, Crucial 128GB.
    Kabel BW: 200/10Mbit, PfSense 2.2.1: miniITX@ i3 3250, Switch: Cisco SG 200-18
    Smartphone: Samsung S5 & Jiayu S3s @ Asus RT-AC66U AC1750

  • Das ist richtig! ;)
    Da der TE allerdings von mindestens 4 * 3TB sprach gehe ich von einem mindest Bedürfnis von 9TB aus, was in der Theorie mit Raid5 funktionieren sollte. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass dieser Modi bei überdachten Mindestanforderungen schnell ein Schuss ins eigene Knie sein kann. Es geht hier schließlich um eine Sicherheit, die leider ab einer gewissen Größe nicht gewährleistet ist!
    Meine weiterführenden Argumente zielten auf deine pauschale Aussage ab, dass du für 4 Platten immer ein Raid5 empfehlen würdest... Dann lieber einzelne Festplatten, da ist ein Ausfall nur begrenzt tödlich :)

  • Also ich will dir ja nicht zu nahe tretten, aber das wird Tag täglich in Deutschland von IT Firmen angewendet.
    Wozu gibt es den Expander usw. Demnach darf man diese auch nicht benutzen weil das Risiko weiter steigt?


    Tust du nicht!
    Ich halte es für zu Risikoreich, was nicht heißt, dass es nicht funktioniert! Ein "Online-Expand" hat den Nachteil, dass nicht nur die Daten neu gelesen und geschrieben werden, sondern auch die Paritäten! In Kombination mit einem Dateisystem wie Bspw. NTFS ohne Checksumming könnte (König Konjunktiv!) das fatale Folgen für die spätere Datenintegrität haben. Ich würde immer dafür plädieren ein komplett neues Raid neben dem Alten zu betreiben ...
    Ich weiß nicht, was für Daten ihr auf den Raids ablegt und wie schlimm ein solcher Datenverlust für euch wäre ... Mir ist z.B. meine Zeit zu schade um meine komplette Filmsammlung neu zu digitalisieren. Da gebe ich lieber ein bissle mehr Geld aus und gehe nicht auf Risiko. Nenn mich Paranoid ...

  • Wenn ich richtig informiert bin, unterscheidet sich das RAID6 nur insoweit vom RAID5, dass bei Ausfall einer Platte während des Rebuildungs eine weitere defekte Platte aufgefangen werden kann, während dieses Szenario bei RAID5 zum Verlust aller Daten führt.

    Was passiert denn im RAID5, wenn sich während des Rebuildings herausstellt, dass eine der vorhandenen Platten einen defekten Sektor hat? Ist dann nur die betreffende Datei futsch oder ist auch hier das gesamte Array Schrott?

  • soweit ich weiß können heutige Controller einzelne defekte Sektoren on th fly reparieren auch während einem Rebuild. Sobald aber sehr viele Sektoren ausfallen oder gar eine ganze Festplatte ist das ganze Array Schrott.

    Amazon Fire TV 4k | KODI 17.X
    HTPC: ASUS F2A85-M LE | A6-5400K | 4GB DDR3-1866 | 128GB SSD | Windows 10 64 bit | KODI 17.X
    AVR: Onkyo TX-NR509 5.1 + Teufel Consono 35
    TV: Samsung UE55ES6300 55"
    FB: Harmony 785

    Wo finde ich das xbmc.log File?

    Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten !

  • Wenn ich richtig informiert bin, unterscheidet sich das RAID6 nur insoweit vom RAID5, dass bei Ausfall einer Platte während des Rebuildungs eine weitere defekte Platte aufgefangen werden kann, während dieses Szenario bei RAID5 zum Verlust aller Daten führt.

    Was passiert denn im RAID5, wenn sich während des Rebuildings herausstellt, dass eine der vorhandenen Platten einen defekten Sektor hat? Ist dann nur die betreffende Datei futsch oder ist auch hier das gesamte Array Schrott?

    Also wir reden hier einmal vom Erweitern und einmal von Rebuild?!

    Was man beim erweitern wissen sollte: es geht immer nur in eine Richtung.
    Man kann also das Array nicht kleiner machen, immer nur größer. Das Erweitern klappt dabei zu 99,99% und man arbeitet ganz normal auf dem Array. Kann also während dessen mehrere TB Daten schreiben oder lesen. Ich arbeite immer produktiv beim erweitern. Beim letzten mal habe ich ca. 500GB drauf geschrieben und trozdem hat es genauso lange geddauert wie beim ersten erweitern.
    Eine HDDs fällt auch nie sofort ins Komma... schaut man in das Log, fällt ein HDD Schaden dem Controller in der Regel Wochen vorher auf. Der Controller meckert am Anfang nicht, sondern zeigt die Ungewöhlichkeiten auf.
    Achtet man nicht drauf, ist man selbst Schuld wenn eine HDD ausfällt und das vieleicht beim Erweitern o.ä., also ist dies auf jeden Fall vermeidbar.

    Da die Festplatten sich nicht heilen können, sollte man diese beim ersten Anzeichen tauschen, je länger man wartet, desto schlimmer wird es eigentlich.
    Es gibt zwar die eine oder andere Möglichkeiten diese kurzzeitig zu reanimieren (kann man gerne ergoogeln) aber nach dem 2-3x mal sollte man die Daten der HDD gesichert haben.... danach klappt das auch nicht mehr und die Daten können nur noch teuer und aufwendig von experten geselen werden.

    Sollte dann mal eine HDD ausgefallen sein, so denken viele Heimanwender dass es die Hölle auf Erden ist. Ist es aber nicht.
    Die Daten die gelesen und geschrieben werden, werden vom Controller gut getimmt. Der Controller vermeidet also unnötigen Streß der HDDs und quält diese nicht unnötig beim Rebuild. Auch diese Priorität kann man beim Controller anpassen. Natürlich kann man auch einen Rebuild auf Agressiv stellen!
    Da der Rebuild mehrere Stunden/Tage dauert, verteilt sich die Last auf die HDDs sehr gut. Es dauert zwar lang aber das passiert quasi Streßfrei für die HDDs.
    Die HDDs im Array verichten Ihre gewohne Arbeit, werden halt etwas öffter rangezogen, aber rattern nicht wie ein Chinese am Band als gäbe es kein Morgen....

    Somit ist die Prozedur eigentlich nicht so "hart" wie man es sich vorstellt. Klar das während dessen etwas passieren kann, dies ist nicht ausgeschloßen.
    Wartet man sein System und kühlt es anständig, ist die Prozedur bei 99,99% der Arrays ohne Komplikationen.

    NAS: Gehäuse RACKMAX 4690, Ivy I3-3550, 8GB RAM, Adaptec 5805: Raid 5 @ 7x3TB, Festplatten: 4x Hitachi Ultrastar A7K3000, 3x Seagate 7200.14
    HTPC: Intel I3-2120, 4GB RAM, NV 520, Samsung 830 64GB.
    PC: Intel 2600K @4,7Ghz, 8GB RAM, ATI 5870 Übertaktet, Crucial 128GB.
    Kabel BW: 200/10Mbit, PfSense 2.2.1: miniITX@ i3 3250, Switch: Cisco SG 200-18
    Smartphone: Samsung S5 & Jiayu S3s @ Asus RT-AC66U AC1750

  • hmm...

    bei Keibertz:
    Ich denke er meint, dass die Hälfte abrauchen darf... ohne Daten zu verlieren... genau genommen hast du aber noch doppelte Performance und doppelten Speicherplatz... aber wieso sollte man sowas machen ... da geht auch RAID10 bzw. RAID01... :rolleyes:

    bei RAID1 dürfen alle bis auf eine Platte ausfallen... da alle Platten redundant sind...

    Rehctcshreifbehler düfren beahlten wedren

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  • Die letzten Pakete sind da, es baut sich ein Raid5 auf (seit gestern Abend ...).

    Ich habe zwei SAS-Platten erstanden als neue Systemplatten, und dafür diese Backplane gekauft: http://www.icydock.de/goods.php?id=101
    Laut Beschreibung des Herstellers passend für SATA/SAS, passt aber nicht, weil es die normalen SATA-Anschlüsse sind, durch den Steg bei SAS wird das nix :( Bin ich da irgendwie zu blöde und kapiere den Trick nicht, oder schreibt der Hersteller Unsinn? Gibt es mehrere Versionen der Backplane mit gleicher Modellbezeichnung?

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