Streams komprimieren auf TVHeadEnd Server

  • Hi,
    habe jetzt die aktuelle TvH drauf mit dem Autoconfigure Befehl gebaut und dann über dpkg -i installiert. Die Clients können auch weiter drauf zugreifen, aber im Webinterface sehe ich nur das epg und keine Konfiguration mehr. Greif von einem fremden pc per ssh drauf zu. Hat sich da was geändert? Habe schon reichlich gegooglet, aber so richtig konkret wird das alles nicht... weiß jemand wie ich wieder in die Config komme?
    Grüße

  • Hi,

    mein Problem oben hat sich erledigt. Habe jetzt VAAPI transcoding am Laufen.

    Vorgehen für Ubuntu 16.04 und einem Intel N3150 (sollte aber für andere Systeme sehr identisch sein):

    1.) Unter Configuration --> Stream --> Codec Profiles ein neues Profil anlegen. Als Codec "h264_vaapi" auswählen. Bestätigen und mit beliebigem Namen versehen (z.B vaapi-codec).
    2.) Auf der rechten Seite und "Profile Settings" die Hardware Acceleration aktivieren.
    3,) Device Name auswählen. Bei mir wurde nur eins erkannt "i915 v. 1.6.0 (/dev/dri/renderD128)"
    4.) Bitrate in Kilobit angeben. 3000 bis 4000 ergibt schon gute Ergebnisse und sollte streambar sein für die meisten Leitungen.
    edit: 4.1) WICHTIG: Deinterlacing deaktivieren! Sonst funktioniert es zumindest bei mir nicht.
    5.) Mit "Apply" übernehmen.
    6.) Unter "Stream Profiles" ein neues Profil anlegen mit dem Type "transcode/av-lib"
    7.) Profilnamen vergeben (z.B. "webtv-vaapi")
    8.) Unter Transcoding den Video Codec Profile auf "vaapi-codec" stellen
    9.) Ebenfalls dort den Audio Codec Profile auf Pass
    10). Auf Apply klicken

    Damit läuft das Profil. In Kodi unter den Tvheadend Setting müsst ihr das Streaming Profil dann ebenfalls auf "webtv-vaapi" stellen (oder was ihr unter Punkt 7 eingegeben habt.

    Damit wird on the fly transcodiert und die Umschaltzeiten sind auch noch besser als ich erwartet hätte.

    Auf jeden Fall eine sehr sehr coole Sache, die da implementiert wurde. :)

    Grüße

  • falls du extreme block Artefakte siehst (nachdem Transcodiert wurde) wird das an den alten Intel Treibern liegen - da gibts irgendwo eine ppa mit neueren die wesentliche Qualitätsverbesserungen für vaapi bieten.

    Aktuell läuft der hier in Version 1.8.3-1:
    https://launchpad.net/ubuntu/+source/intel-vaapi-driver

    Woher die Version 1.6.0 da oben kommt weiß ich nicht. Bin eigentlich auf dem Mainline Kernel und finde zum i915 Treiber nichts. Bin da aber auch etwas durcheinander mit i965 / i965 und vaapi Sachen. Habe auch mit 500 kBit/s keine wirklich nervigen Artefakte gesehen. Sah (abgesehen von der Verpixelung) ganz guckbar aus für die Bitrate.

    Welchen Treiber würdest du empfehlen oder passt das alles?

  • Hallo zusammen,

    das klingt ja interessant.

    Könnt ihr was zur Performance sagen? Ich habe aktuell als TvH-Backend einen Pi3 im Einsatz. So wie ich das bisher gelesen habe ist mit diesem (OMX) kein Transcoding mittels TvHeadend Out-of-the-Box möglich.

    Nutze aktuell diese Lösung:

    Real Time Transcoding of DVB TV Streams

    Damit ist auf dem Rpi3 über umwege ein halbwegs vernüftiges Transcoding 1-Stream (910x512 - ohne resize ) eines H264 1080i25 HD videos möglich. Leider nur über umwege und nicht direkt in TVHeadend (bzw. ich weiß nicht wie).


    Ist mit der vaapi-Lösung auch ein deinterlace möglich? Wieviele Streams könnte man parallel bedienen? Ich spiele mit dem Gedanken mir hierfür einen NUC6CAYH zuzulegen. Falls euch vielleicht günstigere Lösungen für vaapi Transcoding bekannt sind wäre ich für einen Tipp dankbar!

  • Hallo zusammen,

    das klingt ja interessant.

    Könnt ihr was zur Performance sagen? Ich habe aktuell als TvH-Backend einen Pi3 im Einsatz. So wie ich das bisher gelesen habe ist mit diesem (OMX) kein Transcoding mittels TvHeadend Out-of-the-Box möglich.

    ...

    Ist mit der vaapi-Lösung auch ein deinterlace möglich? Wieviele Streams könnte man parallel bedienen? Ich spiele mit dem Gedanken mir hierfür einen NUC6CAYH zuzulegen. Falls euch vielleicht günstigere Lösungen für vaapi Transcoding bekannt sind wäre ich für einen Tipp dankbar!

    Hi,

    Performance im Sinne von Umschaltzeiten ist wie geschrieben gut. Ich habe dieses Board: https://shop.udoo.org/eu/x86.html?__…=other&popup=no
    Anderes "Maker Board" wäre UP²: https://up-shop.org/up-boards/94-u…y32gb-emmc.html


    Die haben beide die Intel Dinger on Board. Zur CPU-Last kann ich noch nichts finales sagen. Schätze die wird sich im Bereich von 30-50% bewegen, also 2 Streams parallel sollten von der CPU möglich sein. Ob TVHeadend das unterstützt kann ich nicht sagen, das müsste ich ausprobieren. Denke der NUC ist für den Preis aber ganz ok, wobei man da auch schon bei einem der anderen Boards ist, wenn man noch RAM dazu kauft. Noch günstigere Lösungen wird glaube ich schwierig...


    Viele Grüße

    Edit:
    Habe noch ein bisschen ausprobiert. Also Deinterlace kann eingestellt werden.
    Probleme habe ich, wenn zwei Streams transcodiert werden müssen. Ein Stream braucht bei mir auch nur 20-30% CPU, wenn ich einen zweiten auf einem anderen PC starte, dann ist die CPU Last bei 50%, aber beide Streams ruckeln. Starte ich einen TVHeadend Stream, der transcodiert wird, und auf dem anderen Rechner einen Film über Emby, der ebenfalls VAAPI transcodiert wird, dann funktioniert es. Die Hardware ist also in der Lage zwei Streams gleichzeitig zu transcodieren. Das Problem scheint hier bei TVHeadend zu liegen. Da geht nur ein Transcode (zumindest mit meinen Einstellungen). Ein Transcodierter und ein "Normaler" geht ebenfalls... man könnte jetzt noch an Quality usw rumspielen, dazu bin ich aber noch nicht gekommen. Wenn jemand rausfindet, wie auch 2 Streams gehen, dann immer her damit...

  • soooo
    OMV 3.x neu installiert, und anschließend ein
    apt-get install libva-dev ausgeführt,
    und tvheadend mit AUTOBUILD_CONFIGURE_EXTRA="--enable-libffmpeg_static --enable-libx264--enable-libx265 –enable-vaapi" ./Autobuild.sh komplieren wollen...
    Ergebnis: checking for pkg libva >=0.38.0 ... fail (detected 0.36.0)

    Oo


    Ein: cat /proc/version ergibt folgendes:
    Linux version 4.9.0-0.bpo.3-amd64 (debian-kernel@lists.debian.org) (gcc version 4.9.2 (Debian 4.9.2-10) ) #1 SMP Debian 4.9.30-2+deb9u2~bpo8+1 (2017-06-27)

    uname -r ergibt: 4.9.0-0.bpo.3-amd64
    und uname -a spuckt das hier aus: Linux myserver 4.9.0-0.bpo.3-amd64 #1 SMP Debian 4.9.30-2+deb9u2~bpo8+1 (2017-06-27) x86_64 GNU/Linux


    Weitere Tips für mich?
    Ggf. auch QUellen aktuellerer (sofern es daran liegt) libva Treibern? (ggf. mit HowTos für Debian Jessie)
    Oder ist die CPU / Board zu alt?
    Hardware: Dell PowerEdge T20 mit Intel Xeon E3 1225-v3 CPU
    Graphic: OnBoard

  • libva ist zu alt in Debian Jessie - ich hab auf die schnelle aber keine neu Version gefunden
    evtl einfach das Paket von Debian 9 bzw unstable nehmen und per Hand installieren (ka ob das geht)


    Oder ist die CPU / Board zu alt?

    der GPU ist wirklich sehr alt - könnte aber evtl gerade noch gehen
    vainfo sollte Auskunft geben

  • Ok
    ich bin einen Schritt weiter... ^^

    deb http://ftp.de.debian.org/debian jessie-backports main 
    zur /etc/apt/sources.list hinzufügen

    Anschließend apt-get update

    Und installation mittels:
    apt-get -t jessie-backports install libva-dev


    Sooo, jetzt kompliert er mal...


    Code
    checking for pkg libva >=0.38.0 ...               ok (detected 0.39.4)
     checking for pkg libva-x11 >=0.38.0 ...           ok (detected 0.39.4)
     checking for pkg libva-drm >=0.38.0 ...           ok (detected 0.39.4)

    Ist das so "kompliziert" oder mache ich das einfach nur so kompliziert? Oo

  • vainfo gibt folgendes:

  • sorry, nicht dass du denkst ich ignorier dich, bzw. ich teste nicht, was du mir schreibst...
    Habe dann wieder pausiert, da wir einen Film sehen wollten (deshalb wieder die alte HDD angeklemmt und erstmal in Ruhe TV geguckt)

    Hoffe ich komme am Dienstag dazu alles zu testen...
    Hatte dann auch noch ein Problem mit OSCam... einer meiner Reader wurde nicht mehr erkannt unter OMV 3.x, unter OMV 2.x ohne Probleme...
    Muss ich mir dann auch erstmal noch ansehen...
    Und geplant war auch, dass ich Richtung 12. September alles einrichte, da dort auch die Frequenzumstellung stattfindet von Unitymedia (welche aber verschoben wurde, wie ich vorhin gelesen habe... *grml*)

    Also, ich melde mich und halte dich auf dem laufenden.
    Auch nochmal Danke für die Hilfe bisher!

  • Sooo,
    eine meiner easymice (mehrzahl easymouse ?) wird unter Jessie nicht mehr erkannt.. oO
    Unter Wheezy habe ich sie mittels

    SUBSYSTEMS=="usb", KERNEL=="ttyUSB*", ATTRS{serial}=="yyyyyyy", SYMLINK+="KabelBW"
    SUBSYSTEMS=="usb", KERNEL=="ttyUSB*", ATTRS{serial}=="xxxxxxx ", SYMLINK+="SkyDE"
    eingebunden. Stecke ich die Festplatte vom OS wieder um, geht es auch wieder.
    diese UDEV Regel habe ich auch für Jessie benutzt, und auch so behandelt, mit einem der easymouse geht es auch, diese wird problemlos erkannt...

    Schaue ich unter /sys/bus/usb-serial/devices/ bei Jeesie, habe ich auch nur ein ttyUSB0... kein ttyUSB1
    Unter Wheezy habe ich unter /dev/ttyUSB0 und /dev/ttyUSB1 zwei Gerätschaften...


    Ein dmesg |grep usb unter Jessie ergibt:

    Also, es sind beide dran... nur warum werden diese nicht, wie bei Wheezy mittels udev, bzw. ttyUSB0 und ttyUSB1 erkannt? :-(((
    Muss ich da noch irgendwas machen mittels USB Treibern, oder sonst was, was anders ist, als bei wheezy? :(

  • Edit.. gelöst...
    Das problem löste ein:
    apt-get remove brltty

    weiter unten stand noch:

    Code
    [   12.914318] usb 3-1.2: usbfs: interface 0 claimed by ftdi_sio while 'brltty' sets config #1
    [   12.914920] ftdi_sio ttyUSB1: FTDI USB Serial Device converter now disconnected from ttyUSB1
    [   12.914927] ftdi_sio 3-1.2:1.0: device disconnected

    Fragt mich nicht, wieso weshalb warum... Linux ist nichts für mich... Oo

  • Hallo,

    möchte dieses Thema wieder aufgreifen. Wie bekomme ich das Hardware-Transcoding von Tvheadend (unstable build vom offiziell git - immer aktuell dzt. 4.3-456 - nicht selbst kompiliert) unter OMV v3 (alles up-to-date, auch der aktuellste Backport-Kernel) auf meinem Server (siehe Sig.) zum Laufen?
    ffmpeg unterstützt das (HW-)Transcoding da es ja unter Emby Server und Plex Media Server auch funktioniert. Das Software-Decoding funktioniert einwandfrei, jedoch würde ich gerne das HW-Transcoding ausprobieren. Wenn ich Tvheadend über Kodi (Verbindung läuft übers Internet) starte dann steigt die CPU-Last von ca. 5 % auf rund 25 %.

    @tojo2503 schreibt oben von:

    Code
    2.) Auf der rechten Seite und "Profile Settings" die Hardware Acceleration aktivieren.
    3,) Device Name auswählen. Bei mir wurde nur eins erkannt "i915 v. 1.6.0 (/dev/dri/renderD128)"


    Ich kann diese 3. Option nicht finden


    Also wie gesagt, ffmpeg unterstützt das Hardware-Transcoding. Dies funktioniert auch unter Emby Server (mit /dev/dri/renderD128 - siehe Screen-Shot) oder Plex Media Server

    Zur Ergänzung noch:



    Wäre für jeden Tipp dankbar

    HTPC: 2x Apple TV 4K, 64GB, iOS (immer aktuell), MrMC-App (immer aktuell), gesteuert über Harmony 650 oder Apple Remote

    OMV-Server-HW: Fujitsu D3417-B2 (Intel-LAN), Intel Xeon E3-1245 v6 Kaby Lake (4x3.70GHz), 16GB-Ram ECC, 1x512GB SSD Samsung 850 Pro (30GB system, 4GB swap, rest - Daten), 1x 10TB WD Red Pro, 1x 3TB WD Red (basic setup) - Digibit R1 Sat-IP-Server mit SatIP-Axe-Firmware

    OMV-Server-SW: Debian 9 mit backports-Kernel, OMV v4, AutoShutdown-Plugin, Virtualbox (mit DSM 6.2.x), Docker: PlexMediaServer, TVH-Server v4.2.x (stable) und weitere

  • Hallo,

    ...

    @tojo2503 schreibt oben von:

    Code
    2.) Auf der rechten Seite und "Profile Settings" die Hardware Acceleration aktivieren.
    3,) Device Name auswählen. Bei mir wurde nur eins erkannt "i915 v. 1.6.0 (/dev/dri/renderD128)"


    Ich kann diese 3. Option nicht finden

    Wäre für jeden Tipp dankbar

    Hi,

    sorry für die späte Antwort. Das Problem bei dir ist im Schritt vorher. Du musst als Codec h264_vaapi und nicht libx264 auswählen. Dann ein erscheint das Feld.

    Es kann sein, dass das im unstable release nicht aktiviert ist. Habe eben über mein selbst gebautes das aus dem unstable ppa drüber installiert und dann war vaapi weg (evtl kann man es aber irgendwo anders aktivieren?).

    Selbst bauen mit:

    Code
    AUTOBUILD_CONFIGURE_EXTRA="--enable-libffmpeg_static --enable-libx264--enable-libx265 –enable-vaapi" ./Autobuild.sh

    funktionierte dann.
    Einfach per git den aktuellen Master holen und dann den Befehl oben ausführen. Ein Verzeichnis darüber gibt es dann die .deb, die du mit dpkg -i <Paketname> installieren kannst.

    Grüße

  • --enable-libffmpeg_static

    gibts nicht ;)

    AUTOBUILD_CONFIGURE_EXTRA="–enable-vaapi" ./Autobuild.sh reicht in der Regel unter x86_64
    Das ganze braucht dann aber aktuelle libva etc (>=0.1.8) sonst wird das nichts vernünftiges. OMV 3.0 basiert ja noch auf dem alten Debian und dort muss man es erst aktualisieren bevor man es nutzen kann. Das aktuelle Debian sollte damit keine Probleme haben.

  • gibts nicht ;)
    AUTOBUILD_CONFIGURE_EXTRA="–enable-vaapi" ./Autobuild.sh reicht in der Regel unter x86_64
    Das ganze braucht dann aber aktuelle libva etc (>=0.1.8) sonst wird das nichts vernünftiges. OMV 3.0 basiert ja noch auf dem alten Debian und dort muss man es erst aktualisieren bevor man es nutzen kann. Das aktuelle Debian sollte damit keine Probleme haben.

    Zumindest hat er es dann ignoriert. Ein Build ist damit rausgekommen. Aber dann nehme ich ab sofort dein Command.

    Ging mir beim Post in erster Linie darum, dass vaapi im normalen unstable release aus dem ppa nicht aktiviert ist und man somit immer selbst bauen muss, wenn man es nutzen will.

    Hat es jemand eigentlich mit zwei parallelen Streams am laufen gehabt? Bei mir ruckelt es dann stark.

    Grüße

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