Kodi mit DVB>IP und TVheadend

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  • Kodi mit DVB>IP und TVheadend

    Liebe Community,

    Aus gegebenen Anlass muss/will ich mein Multimedia-Setup neu aufstellen, insbesondere für Live-TV. Qualitätsbedingt muss meine Antennendose versetzt werden, so dass eine direkte Kabel-Verbindung zum TV nur mit viel Aufwand möglich wäre. Außerdem ist der Hersteller meines Receivers schon vor einigen Jahren pleite gegangen, so dass ich mich eh schon nicht so ganz wohl fühle, auf einem abgekündigten Produkt zu sitzen. Und schließlich war die Multimedia-Integration nie besonders gelungen, Kodi (bzw. XBMC) konnte ich nur parallel auf dem Desktop des Receivers betreiben. Daher würde ich das gerne zum Anlass nehmen, das TV-Signal kabellos zu streamen (DVB>IP) und nun auch in Kodi zu integrieren.

    Meine Nutzungsschwerpunkte:
    • Audio: eigene Musikdatenbank, Internetradio
    • Video: Live-TV (inkl. Timer und Timeshift), Mediatheken, VoD
    • Sammlung privater Fotos/Video

    Meine Infrastruktur aktuell:
    • 3play (Internet, TV, Telefon) von Unitymedia
    • DVB-C unverschlüsseltes Free-TV (ÖR in HD, Private in SD)
    • Kabelmodem von UM
    • Router Asus RT-AC68U (ggf. Wechsel auf Fritzbox 6590 wg. Kombi mit Kabelmodem und DECT)
    • NAS Synology DS214
    • Receiver Reelbox (2xDVB-C, Smartcard im Alphacrypt aktuell arbeitslos)
    • Bisher nur ein TV, ggf. zukünftig 1-2 weitere
    • Diverse Netzdevices (Smartphone, iPad, Radio etc.), NAS-Zugriff zumeist über DLNA


    Meine Idealvorstellung:
    • Receiver, Streamingserver, Kanallisten, Timerverwaltung, Aufnahmen, Musik- und Fotobibliothek etc. alles zentral, Zugriff und Steuerung über schlanke (Kodi-)Clients.
    • Das Set-up sollte wenig pflegeaufwändig sein, da ich berufs- und familienbedingt wenig Zeit dafür aufbringen kann und auch nicht der Hardcore-Nutzer bin.

    Ich habe mich durch viele Foren und Beiträge gekämpft und glaube nun verstanden zu haben, dass ich eine Auswahl folgender Komponenten bräuchte:
    I) Empfang und Streaming TV-Signal
    a) Octopus net
    b) Server mit DVB-C Karten oder USB-Stick
    II) Timer- und Aufnahmeverwaltung
    a) TVheadend
    b) DVB Viewer
    c) VDR
    III) Kodi-Client
    a) RaspberryPi
    b) WeTek Hub
    uvm. ...
    Hab ich das soweit richtig verstanden? (Ja, ich habe auch den Thread zu "Kodi TV-Server Lösungen" gelesen, aber bei Begriffen wie "PVR Backend" bin ich immer recht schnell abgehängt...)


    Am einfachsten aufzusetzen schien mir bisher Ia+IIa+IIIb. An einen selbstgebauten Server würde ich mich erst mal noch nicht rantrauen bzw. wäre wahrscheinlich für mein Nutzungsverhalten übertrieben und seit der vielen Bastelarbeiten in den Anfängen der Reelbox habe ich auch etwas Berührungsängste mit VDR-Lösungen. Doch so einiges ist mir noch nicht klar:
    1. Hab ich das alles richtig verstanden, kann das Set-up so wie angestrebt funktionieren?
    2. Welche Hardware braucht TVheadend? Hab gelesen, dass es auf dem NAS oder sogar auf dem Router selbst installierbar wäre, hat da jemand Erfahrung mit?
    3. Können Timer über Clients aus Kodi heraus gesetzt werden und danach starten, ohne dass der Client in Betrieb sein muss?
    4. Habe einen sehr kritischen Beitrag über die Netzlast von DVB>IP gelesen, Profis bauen da sogar lieber eigene Netzinstanzen dafür auf. Das übersteigt meine Fertigkeiten definitiv. Hat jemand Erfahrung mit der Stabilität von DVB>IP bei paralleler Nutzung des Netzwerks (Ausfälle, Artefakte, Buffering)? Insbesondere wäre es ja bei mir über WLAN...
    5. Wie ist der Zeitversatz durch dieses Set-up? Schaue viel Live-Fußball und DVB-C ist eh schon immer hintendran...
    6. Welche Bootzeiten kann ich erwarten, welche Umschaltzeiten?
    7. Was muss gegeben sein, damit ich für Client und TV nur eine Fernbedienung brauche, gerne auch für Ein- und Ausschalten?
    8. Gelten auch für DVB>IP die Regeln "Anzahl Tuner bestimmt Anzahl gleichzeitig zugreifbarer Transponder" und "Anzahl CI-Slots bestimmt die Anzahl gleichzeitig entschlüsselbarer Transponder"? (wobei letzteres für mich ja aktuell keine Rolle spielt)


    Sorry, ist ein ganz schönes Pamphlet geworden. Aber ich danke schon mal für's geduldige Lesen und freue mich auf Eure Hinweise! :)

    Viele Grüße,
    hatchetharry
  • Die Antwort ist Ja :)

    Geht alles, wobei du als Server vielleicht direkt einen Sat->IP verwendet solltest.
    Die sind auch nicht teurer, und laufen mit TV-Headend.
    Das wäre dann der Server. 100% sicher bin ich mir aber nicht, ob es das auch für Kabel gibt. Spricht aber nichts dagegen.

    Clients dann Raspberrys, so lange du noch kein H265 decodieren willst (DVB-T 2).
    [ (C8H10N4O2) ]


  • Hallo hatchetharry,

    meine Konfig:

    - Synology DS214 mit TVheadend als Server
    - SAT > IP Digibit R1
    - HD+ mit Oscam und Easymouse an DS214
    - als Clients:
    Kleinst-PC mit LibreElec und TVheadend
    Windows-PC mit Kodi und TVHeadend
    2 Android-Tablets mit Kodi und TVHeadend
    Amazon fireTV mit Kodi und TVHeadend

    Von jedem der Clients lassen sich Aufnahmen programmieren, anschauen und verwalten. Weitere Vorteil: die (nicht so simple) Konfiguration von TVHeadend muss nur einmal auf dem Server gemacht werden.

    Mir ist außer der Octopus-Lösung keine andere für DVB-C bekannt.Wenn Du also von irgendwo die Bestätigung bekommen würdest, dass TVHeadend das IP-Signal der Octopus erkennt und als TV-Tuner einbindet, spricht alles für eine solche von Dir angestrebte Lösung. Ich möchte sie nicht mehr missen, da überall dieselbe Bedienlogik (neben dem Komfort auf eigene und fremde Mediatheken zurück greifen zu können).

    Gruß
    Willicooper
  • Danke für Eure flinken Hinweise!

    @don Was konkret meinst Du mit "einem Sat->IP"? Was ist der Unterschied zum Octopus oder kannst Du mir ein Beispiel geben?

    @willicooper Alter Verwalter, HD+, Oscam und Easymouse, die ganz hohe Schule! Hatte immer mal wieder versucht, mich da einzulesen, geht aber über meinen Horizont. :) Ein paar Verständnisfragen:
    a) Was ich aus Deinem Set-up herauslese: Muss man tvh auf jedem Client extra installieren? Dachte das wäre eher so eine Art Plugin in Kodi.
    b) Laufen die Timer dann auch zentral, ohne dass der Client an sein muss? Siehst Du von jedem Client die Timer/Aufnahmen unabhängig von welchem Client sie erstellt wurden?
    c) Legst Du Deine Aufnahmen auf der DS ab? Habe ehrlich gesagt nicht so ein gutes Gefühl dabei, mein NAS der intensiven PVR-Belastung auszusetzen. Erfahrungsgemäß raucht schon mal eine Platte ab und da liegen mir zu wichtige Daten drauf (klar mit Backup). Außerdem schalte ich das NAS bei längerer Abwesenheit auch gerne mal ab, würde aber trotzdem gerne Timer aktiv halten. Daher fand ich die Geschichte mit der Router-Installation so spannend. Kennst Du das?

    Und ich will ja nicht vermessen sein, aber würde mich dennoch über Antworten auch auf meine anderen Fragen freuen.:-)

    harry
  • hatchetharry schrieb:

    1. Hab ich das alles richtig verstanden, kann das Set-up so wie angestrebt funktionieren?
    2. Welche Hardware braucht TVheadend? Hab gelesen, dass es auf dem NAS oder sogar auf dem Router selbst installierbar wäre, hat da jemand Erfahrung mit?
    3. Können Timer über Clients aus Kodi heraus gesetzt werden und danach starten, ohne dass der Client in Betrieb sein muss?
    4. Habe einen sehr kritischen Beitrag über die Netzlast von DVB>IP gelesen, Profis bauen da sogar lieber eigene Netzinstanzen dafür auf. Das übersteigt meine Fertigkeiten definitiv. Hat jemand Erfahrung mit der Stabilität von DVB>IP bei paralleler Nutzung des Netzwerks (Ausfälle, Artefakte, Buffering)? Insbesondere wäre es ja bei mir über WLAN...
    5. Wie ist der Zeitversatz durch dieses Set-up? Schaue viel Live-Fußball und DVB-C ist eh schon immer hintendran...
    6. Welche Bootzeiten kann ich erwarten, welche Umschaltzeiten?
    7. Was muss gegeben sein, damit ich für Client und TV nur eine Fernbedienung brauche, gerne auch für Ein- und Ausschalten?
    8. Gelten auch für DVB>IP die Regeln "Anzahl Tuner bestimmt Anzahl gleichzeitig zugreifbarer Transponder" und "Anzahl CI-Slots bestimmt die Anzahl gleichzeitig entschlüsselbarer Transponder"? (wobei letzteres für mich ja aktuell keine Rolle spielt

    @1: Im Prinzip, ja. Die Octopus Net ist sehr teuer und macht in Deiner Situation wenig Sinn. Würde einen geeigneten USB Tuner an das NAS hängen. Vor Kauf auf #hts im IRC Chat nachfragen, welches Device (+ Treiber) Du nehmen sollst. Die Kombination muss stabil sein. Die Leute auf dem IRC Kanal wissen das.
    @2: Würde ich definitiv auf dem NAS installieren. Dafuer ist so ein Server ja da. Es gibt TVHeadend Backend Pakete fuer Deine DS214. Läuft bei mir seit mehr als zwei Jahren stabil. Erst auf einer DS209, jetzt auf einer DS415Play.
    @3: Ja, die Clients (z.B. Kodi mit TVHeadend Frontend Add-on) programmieren den Server, also das TVH Backend auf Deinem NAS, und das NAS zeichnet die Programme auf. Du kannst mit einen Client eine Aufnahme programmieren, von einem anderen loeschen. Voellig egal. Alles durch die Server-Architektur synchronisiert.
    @4: Ich habe zu Hause mit WLAN und 1080p keine Probleme, aber das hängt von Deiner WLAN Verbindung ab. Kann hier keiner was zu sagen. Du kannst die Performance messen (z.B. mit iperf), aber am besten einfach ausprobieren. Du hast m.E. alles an Infrastrukture ausser eines USB Tuners und die kosten nicht die Welt. Im Zweifel dLAN. Kabel ist natuerlich am besten, aber geht halt nicht immer. Klar.
    @5: Nicht erheblich. Kein Problem...
    @6: Bootzeiten hängen von Deinen Clients ab, Umschaltzeiten hauptsächlich vom Server Backend. Habe ein Intel NUC im WZ. Das braucht etwa 20 s, um zu booten, mein NAS aus dem Standby zu wecken und sich zu verbinden. Umschaltzeiten sind unter 1s, aber ich gehe sowieso mittlerweile immer über das EPG und suche mir dort aus, was ich als naechstes gucken will. Channelhopping mach ich nicht mehr...
    @7: CEC oder sowas wie eine Logitech Harmony. Ich nutze letzteres...
    @8: Das weiss ich nicht, weil ich DVB-S nutze. Wenn das hier keiner weiss, im Zweifel auch einfach auf #hts nachfragen.

    Was die Belastung des NAS bei DVR-Nutzung angeht: Dafuer sind Server ja da. Sollte kein Thema sein. Ausbau mit HD+ Easymouse und Oscam geht über Dein NAS auch. Kannst Du aber immernoch machen. Wuerde ich Schritt-fuer-Schritt angehen...

    Einen Haken hat das Ganze trotzdem: Du musst Dich in den Kram einarbeiten. Das ist nix mit Plug-and-Play. Das betrifft Dich genauso wie Deine Familie (z.B. Bedienung von Kodi, etc.). Musst Du einplanen. Kann etwas dauern. Ich will mittlerweile nichts anderes mehr. Aber da musst Du durch. Viel Spass...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von M4tt0 () aus folgendem Grund: Edits and minor additions

  • Hi m4tt0,

    Vielen Dank für Deine Antworten, hilft mir schon mal sehr! OK, dann würde ich zumindest mal mit der DS als Server starten, aber mit eigener externer Festplatte für die Aufnahmen. PnP war meine bisherige Konstruktion beileibe auch nicht. Mit (hoffentlich) einmaligem Einrichtungsaufwand hab ich nicht so das Problem. Was ich nicht mehr leisten kann, ist dauerhaftes Händchenhalten (Patches, Updates, Fehlersuche etc.). Daher ist mir Stabilität so wichtig.

    @1 Warum rätst Du mir von Octopus Net ab, ist es "nur" der Preis? Ich brauche eh zwei Tuner (wegen @8) und aus den Beiträgen hatte ich so den Eindruck gewonnen, dass die Octopus Net pflegeleichter wäre (z.B. keine Treiber, guter Support). Und was ist denn "#hts" und IRC?

    harry
  • @1: Ja, Preis und weil Du dann halt (neben der DS) einen weiteren Server im System hast. Heisst aber nicht, dass das nicht geht. Wenn die ganzen USB tuner instabil sind und Probleme machen, mag die Octopus tatsaechlich die beste Loesung sein. Aber genau diese Dinge würde ich auf #hts nachfragen. #hts ist der Name des IRC Chatrooms, auf dem sich einige TVHeadend-Spezialisten rumtreiben. Aber lass mal gut sein. Ich habe die Frage fuer Dich gepostet und berichte hier zurueck, wenn ich was hoere. Vielleicht antworten hier ja auch noch ein paar Leute, die Erfahrung mit DVB-C tunern gesammelt haben. @CvH könnte sowas wissen. Vielleicht hast Du Glueck...
  • Also, es gibt positive Erfahrungen mit Octopus. Das scheint zu laufen. Hat auch wirklich den Vorteil, dass Du nicht mit Treibern auf der Syno rumfrickeln musst. Ist aber halt preislich schon eine Ansage: 300, 400 oder 600 fuer 2, 4 oder 8 tuner. DD hat vernuenftigen Support.

    Eine USB-Alternative wurde empfohlen, und zwar von Sundtek. Die haben eine Synology Treiberpaket und ebenfalls vernuenftigen Support. Aber so ein Ding liegt auch bei 90.

    USB hat den Vorteil, dass Du erstmal mit einem Tuner spielen kannst, bevor Du Dir einen zweiten zulegst. Octopus duerfte der "sicherere" Weg sein, aber da steigst Du halt gleich mit 300 ein.
  • Hmhmhm, verstehe. Erfahrungsgemäß brauche ich schon meine zwei Tuner, reichen aber auch, d.h. 180 vs 300EUR. Da fällt mir ein: Bei meinem Receiver (Reelbox) hab ich bisher immer einfach das Kabelsignal von einem zum anderen Tuner durchgeschleift, funktionierte einwandfrei. Ob das auch bei Octopus oder Sundtek geht? Nehme an, Du hast Dich als Satellitenkunde nie damit beschäftigen müssen, wo könnte ich denn so eine Frage loswerden?

    Und dann noch ein Client - siehst Du auch den Raspberry als auseichend? Mindestens audio-mäßig müsste ich den aufrüsten - so dass ich mir auch hier die Frage stelle, ob ich nicht ein paar Euro mehr in eine andere fertige Lösung investiere.


    PS: Was ne Kiste von Mandzukic!!!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hatchetharry ()

  • Zu Deiner ersten Frage: Keinen Schimmer, aber gibt ja noch mehr Leute hier, die das wissen koennten...

    Client ist selbst wieder ein riesen Thema fuer sich. Letztlich hängt alles von Deinen Anforderungen ab. Schau Dich dazu einfach mal im Hardware Forum hier oder auf Kodi.tv um. Dazu gibt es sehr, sehr viele gute Empfehlungen.

    Ich würde Dir wirklich raten, Schritt fuer Schritt vorzugehen und nicht gleich alles auf einmal anzugehen...

    (1) Ich würde mich erstmal fuer einen Tuner entscheiden und den mit dem TVHeadend Backend auf der Syno ans Laufen bringen. Damit wirst Du erstmal eine Weile beschaeftigt sein.
    (2) Dann würde ich Kodi (mit TVHeadend Frontend Add-on) einfach mal auf Deinem Rechner installieren. So kannst Du testen, und Dir anschauen, ob Du so ein System wirklich ins Wohnzimmer verlegen willst und Du machst Dich mit Kodi vertraut.
    (3) Dann würde ich LibreElec auf den Rasperry spielen und ans Fernsehen hängen. Schau Dir das ruhig mal zwei, drei Wochen im täglichen Einsatz an. Vielleicht bist Du damit happy. Das ist echt schon nicht schlecht und reicht fuer viele Usecases aus.
    (5) Erst dann würde ich nach einen neuen Client schauen.
    (6) Oder Du priorisierst vielleicht sogar HD+ mit Easymouse und Oscam. Ich sähe z.B. im breiter verfügbaren HD Bild (geht schon mit dem RPi) mehr Wert als in einem audiophilen Client. Aber wie immer, alles eine Frage der Prioritäten und Anforderungen...
  • Hast Recht, klingt nach einem durchdachten Plan. In meiner gewohnten PC-Umgebung kann ich mich sicherlich leichter an tvh und kodi rantasten. Nur bzgl. privat-HD vs. Audio-Qualität bleibe ich bei meiner Priorität, bewege mich mittlerweile selten von den ÖR-Kanälen weg - vielleicht altersbedingt :)

    Für die DVB-C-Tuner-Frage mach ich am besten einen neuen Thread auf. Mit ein bisschen Nachdenken gewann die Idee dann doch an Charme, kein extra Gerätchen mit Strom versorgen zu müssen.

    Und falls es dann doch mal eine Rolle spielen sollte: Wo informiere ich mich denn am besten über Oscam und Easymouse? Man findet ja viele Beiträge dazu, aber ohne grundsätzliches Verständnis des Zusammenspiels für mich schwer verständlich.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hatchetharry ()

  • hatchetharry schrieb:

    Danke für Eure flinken Hinweise!

    @don Was konkret meinst Du mit "einem Sat->IP"? Was ist der Unterschied zum Octopus oder kannst Du mir ein Beispiel geben?

    @willicooper Alter Verwalter, HD+, Oscam und Easymouse, die ganz hohe Schule! Hatte immer mal wieder versucht, mich da einzulesen, geht aber über meinen Horizont. :) Ein paar Verständnisfragen:
    a) Was ich aus Deinem Set-up herauslese: Muss man tvh auf jedem Client extra installieren? Dachte das wäre eher so eine Art Plugin in Kodi.
    b) Laufen die Timer dann auch zentral, ohne dass der Client an sein muss? Siehst Du von jedem Client die Timer/Aufnahmen unabhängig von welchem Client sie erstellt wurden?
    c) Legst Du Deine Aufnahmen auf der DS ab? Habe ehrlich gesagt nicht so ein gutes Gefühl dabei, mein NAS der intensiven PVR-Belastung auszusetzen. Erfahrungsgemäß raucht schon mal eine Platte ab und da liegen mir zu wichtige Daten drauf (klar mit Backup). Außerdem schalte ich das NAS bei längerer Abwesenheit auch gerne mal ab, würde aber trotzdem gerne Timer aktiv halten. Daher fand ich die Geschichte mit der Router-Installation so spannend. Kennst Du das?

    Und ich will ja nicht vermessen sein, aber würde mich dennoch über Antworten auch auf meine anderen Fragen freuen.:-)

    harry
    zu a)
    Auf den Clients nur das tvh-Client-addon

    zu b)
    Ja, von jedem Client kann man alles verwalten, da ja der Server (also das tvh auf der DS) angesprochen wird. Ja, auf jedem Client ist alles zu sehen.

    zu c)
    Aufnahmen lege ich auch auf der DS ab. Datensicherheit ist eh eine Frage des Grundsetups Deiner NAS. Meine geht normal in den Standby, ich schalte sie nicht ab. Die Kodi-Clients wecken sie beim Start auf.

    Und es läuft bei mir sehr stabil. Nur die Updates des DSM lassen die DS runter und rauf fahren. Bezüglich Pay-TV und Möglichkeiten des Entschlüßelns von DVB-C Kanälen schaust Du am besten bei Google nach.

    Den Tip von M4tt0, erst mal mit einem Tuner anzufangen (ruhig direkt an der NAS) kann ich nur empfehlen.

    Willicooper
  • zu c) Ich lege ebenfalls die Aufnahmen direkt auf der Syno ab. Die Platte (WD Green) (ich benutze nur Basisvolumen), die von TVH belastet wird, hat schon 31000h Betriebsstunden runter und lebt immer noch. Die wird exklusiv nur für TVH (Anwendung, Aufnahmen und Timeshift) benutzt.

    Wenn die Daten wichtig sind, ist das Backup-Konzept essentiell. Ich habe heute meine 3-monatige Probephase bei Amazon Drive begonnen. Unbegrenzter Speicherplatz für 70€/Jahr. Die Syno unterstützt Amazon Drive nativ per Hyperbackup. Man kann dort die Daten verschlüsselt in AD reinschieben.
    Nachdem ich kürzlich einen Ausfall einer 6TB-Platte mit relativ unwichtigen Daten hatte, will ich den Dienst mal ausprobieren.
    Zudem ist mir kürzlich fast mein Haus abgebrannt, weil eine Steckdosenleiste einen Kurzschluß erzeugt hat. Wenn ich nicht zu Hause gewesen wäre, hätte es einen GAU gegeben. Da ist ein Off-Site-Backup eine gute Sache.
    Happiness is not around the corner, happiness is the corner
  • Leghorn schrieb:

    zu c) Ich lege ebenfalls die Aufnahmen direkt auf der Syno ab. Die Platte (WD Green) (ich benutze nur Basisvolumen), die von TVH belastet wird, hat schon 31000h Betriebsstunden runter und lebt immer noch.
    Vor Kurzem ist mir die HD in meinem Receiver abgeraucht - gut, hatte auch schon knapp 10 Jahre auf dem Buckel. Aber eine HD in der Syno hatte nach nur drei Jahren die ersten fehlerhaften Sektoren und musste getauscht werden (WD Red; sensationeller Support übrigens, trotz kürzlich abgelaufener Garantiezeit noch kostenfrei getauscht!).


    Leghorn schrieb:



    Wenn die Daten wichtig sind, ist das Backup-Konzept essentiell. Ich habe heute meine 3-monatige Probephase bei Amazon Drive begonnen. Unbegrenzter Speicherplatz für 70€/Jahr. Die Syno unterstützt Amazon Drive nativ per Hyperbackup. Man kann dort die Daten verschlüsselt in AD reinschieben.
    Nachdem ich kürzlich einen Ausfall einer 6TB-Platte mit relativ unwichtigen Daten hatte, will ich den Dienst mal ausprobieren.
    Zudem ist mir kürzlich fast mein Haus abgebrannt, weil eine Steckdosenleiste einen Kurzschluß erzeugt hat. Wenn ich nicht zu Hause gewesen wäre, hätte es einen GAU gegeben. Da ist ein Off-Site-Backup eine gute Sache.
    Habe schon einige Redundanzen für meine wichtigen Daten (Laptop -> RAID-NAS -> zusätzliche externe HD), aber für den Hausbrand habe ich mich noch nicht gerüstet. Off-site ist natürlich auch charmant, tatsächlich eine Überlegung wert. Dennoch würde ich gerne meine persönlichen Daten (seltener, meist nur lesender Zugriff) von den TV-Aufnahmen (häufig mit vielen Lösch- und Schreibvorgängen) trennen. Kann ich eigentlich auch einfach einen USB Stick für Aufnahmen an die Syno stecken?
  • M4tt0 schrieb:



    Leghorn hatte mir damals geduldigst mit Rat und Tat zur Seite gestanden, als ich an dem gleichen Punkt war wie hatchetharry jetzt. Das war in 2013, wenn ich mich richtig erinnere, also noch zur Sat>IP Steinzeit... :)
    Das klingt sehr romantisch, macht mir aber auch ein bisschen Angst: Von denen, deren Lösung reibungslos funktioniert, hört man ja meistens nichts mehr im Forum... :rolleyes:

    Aber angefixt bin ich dennoch, vielleicht auch meinen geschichtlichen Beitrag dazu: Als ich zum ersten Mal begriffen habe, dass perspektivisch alles an Medien digital wird und wie praktisch das ist, schrieb man das Jahr 2002. In Eurer Diktion also eher im Präkambrium. Daraufhin habe ich meinen gesamten Bestand digitalisiert (Musik, Fotos, Videos, Unterlagen). Meine Ziel war nun eine Systemlösung, mit der ich das ganze integriert bedienen kann, inkl. Radio und TV. Ich musste lernen, dass insbesondere die Einbindung des TV-Signals die große Herausforderung ist und habe mich daraufhin als leidig IT-Kundiger in den Sumpf der linuxbasierten Digitalreceiver begeben. Schließlich hatte ich mich für die Reelbox von Reel-Multimedia entschieden, damals die Avantgarde des Server-Client-basierten TV-Streamings (Wortspiel für den Kenner). Nach mehrjährigem Missbrauch als Beta-Tester inkl. vieler Stunden im Support-Forum lief der TV-Teil zwar einigermaßen stabil, aber die Einbindung der Non-TV-Inhalte war leider grottig. Daher hatte ich XBMC auf den Desktop des Receivers installiert (das wiederum ohne TV-Signal), wirklich praktisch war das alles aber nicht. Es gab zwar damals schon findige Nutzer, die das TV-Signal in XBMC eingebunden hatten, aber das überstieg meinen Horizont. Als mein Nachwuchs kam und dann auch noch Reel pleite ging, hab ich endgültig einen Haken an das Abenteuer gemacht. Faktisch hatte ich Jahre mit dem Kram zugebracht und ein Haufen über DVB gelernt - aber meine Musik- und Fotosammlung lag stiefmütterlich auf dem NAS rum, allenfalls mal mit DLNA erweckt.

    Erst bauliche Veränderungen haben mich gezwungen, mir über die Ablösung der Reelbox Gedanken zu machen. Und wenn ich Euch richtig verstehe, scheint die Sat->IP Technik in den letzten Jahren einen Quantensprung gemacht zu haben. Vielleicht ist das der glückliche Moment, mein mittlerweile 15jähriges Ziel endlich umzusetzen - natürlich nur, wenn ich das in familienverträglicher Zeit gewuppt kriege. USB-Stick ist bestellt, ich bin gespannt... :/
  • Wenn man die krude Bedienlogik des TVH-Backends erst einmal verstanden hat, ist der Rest iVm. Kodi ein Kinderspiel und bringt nur Vorteile gegenüber "herkömmlichen" TV-Lösungen. Mach mal deine ersten Gehversuche und berichte hier.

    p.s. die weiter oben von mir gelobte WD Green 3TB hat dann vor 3 Tagen doch den Geist aufgegeben. Die zweite Platte nach einer WD Red 6TB innerhalb einer Woche, die im NAS abgeraucht ist. Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Habe einen Teil der Daten aus Bequemlichkeitsgründen via amazon drive restored. Die durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 50 Mbit/s. Enttäuschend bei einer 400Mbit-Leitung und damit ausserhalb von Privathaushalten nicht zu gebrauchen.
    Happiness is not around the corner, happiness is the corner
  • Ich fand das ganze super, super spannend damals. Als alles lief war ich regelrecht enttäuscht, weil ich nichts mehr zum basteln hatte... :)

    hatchetharry schrieb:

    USB-Stick ist bestellt, ich bin gespannt...

    Glückwunsch! Und keine Sorge, das wird schon...

    Lass mich mal wissen, was Du fuer eine DSM-Version Du auf Deiner DS214 hast. Dann kompiliere ich Dir schonmal ein spk mit der letzten stabilen(!) TVH Version. Die gibt es noch nicht fertig...